»Danke«

In den nun zwölf Jahren seit Bestehens des Vereins konnten wir 37 Assistenzhunde finanzieren. Es warten allerdings schon weitere BewerberInnen auf einen Freund und Helfer auf vier Pfoten.
Für jeden Menschen, dem wir mit einem Assistenzhund helfen konnten, bedeutet die Zusammenarbeit mit dem Hund eine große Veränderung in ihrem Leben.

Mitglieder und Freunde 2012

Bewerbungskriterien

Ob Sie oder jemand in Ihrer Familie für die Vermittlung und Finanzierung eines Assistenzhundes infrage kommt, wird letztendlich in persönlichen Gesprächen geklärt.

Auf jeden Fall sollten Sie uns für eine Bewerbung nur dann kontaktieren,
wenn Sie folgende Kriterien erfüllen können.

Wenn Sie:

  • motorisch so eingeschränkt sind, dass ein Rollstuhl notwendig ist .
  • selbst (finanziell und gesundheitlich) in der Lage sind, einen Hund zu versorgen
    und ihm eine artgerechte Freizeit zu ermöglichen.

  • kognitiv in der Lage sind, den Hund zu führen, bei Kindern natürlich mit Unterstützung der Eltern.
  • aktiv sind und Freude daran haben, mit dem Hund die Natur zu erleben.
  • bereit sind, für viele Jahre die Verantwortung für den Hund zu übernehmen.

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Wichtige Mitteilung + Klarstellung

Für zukünftige Bewerber/innen HIER

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Kurzvorstellungen der Bewerber/innen

Damit Sie genau verfolgen können, für wen Ihr gespendetes Geld verwendet wird,
stellen sich Ihnen die neuen BewerberInnen kurz vor.

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Hallo zusammen,

Bewerber Christian


mein Name ist Christian und ich bin 29 Jahre alt.

Im Juli 2014 hatte ich einen Unfall und bin seit dem querschnittsgelähmt.

Ich bin zwar einigermaßen selbstständig, jedoch besitze ich keine Fingerfunktion und habe nur eine eingeschränkte Armfunktion, somit bin ich immer auf die Hilfe anderer angewiesen, was mir meinen Alltag erheblich erschwert.
Zudem leide ich regelmäßig unter Spastiken.

Ich bin als Kind selbst mit einem Hund aufgewachsen, der auch gleichzeitig mein bester Freund war. Als ich von Assistenzhunden für Rollstuhlfahrer gehört habe, wurde mein größter Wunsch, solch einen zukünftig als meinen besten Freund und Unterstützer zu haben.

Ich mache zur Zeit eine neue Ausbildung, was mir sehr gefällt.
Leider fallen mir auch dort immer wieder Dinge herunter, die ich oft nicht selbstständig aufheben kann. Auch meinen Rucksack bekomme ich nur selten selbstständig vom Rollstuhl ab, den ich jedoch mehrmals am Tag benötige.
Es wäre einfach schön und erleichternd, andere Personen nicht mehr so stark um Hilfe bitten zu müssen.

Ich wohne mit meiner Frau und unseren beiden Katzen in einem schönen großen Haus mit Garten. Wir beide sind absolute Tierliebhaber und ein Assistenzhund würde unser Leben um vieles bereichern und mir eine große Hilfe sein. Eine größere Selbstständigkeit, mehr Selbstvertrauen und einem Gefühl von Schutz erhoffe ich mir dadurch und vor allem einen neuen besten Freund, der mir in allen Lebenslagen treu zur Seite steht.

Ich möchte schon einmal allen Mitglieder von Apporte e.V. und Spendern danken. Denn ohne ihren Einsatz und Unterstützung wäre der Traum eines Assistenzhundes für mich und viele andere eben nur ein Traum - aber jetzt mit einem Funken Hoffnung verbunden.

Viele Grüße,
Christian

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Hallo, ich bin Tanja.

Bewerberin Tanja


Ich wohne in Euskirchen in Nordrhein-Westfalen, bin 50 Jahre alt und habe einen tollen 24 jährigen Sohn.
Von Beruf bin ich Verwaltungsfachangestellte und ich habe bis zum letzten Tag – Eintritt in die volle Erwerbsminderungsrente – immer sehr gerne gearbeitet und habe den Kontakt und Austausch mit meinen Kollegen geliebt!

Leider ist das seit 2015 vorbei...

Da ich einen Typ der sogenannten Glasknochenkrankheit habe, hatte ich vom Säuglings- bis zum jungen Erwachsenenalter unzählige Knochenbrüche und bin dadurch in der Klinik groß geworden, dann hat sich 2008 noch fortschreitender Muskelschwund und Muskelschwäche dazu gesellt, wodurch ich Teillähmungen in allen vier Extremitäten habe, seitdem bin ich auf den Elektrorollstuhl angewiesen. Ich bin ein sehr lebensfroher, offener und aufgeschlossener Mensch und liebe das Leben!

Ich wünsche mir so sehr einen treuen und lieben Begleiter in Form eines Assistenzhundes an meiner Seite, der zu mir gehört, mich und meine Bedürfnisse versteht und mir im Alltag so manches erleichtern kann, der mir mehr Selbstsicherheit gibt und die Möglichkeit, meine sozialen Kontakte zu erweitern...einen Freund fürs Leben!

Ich danke dem Verein Apporte Assistenzhunde e.V. von ganzem Herzen, dass sie mich als Bewerberin aufgenommen haben und mir durch viele hilfsbereite Menschen und Sponsoren, einen tollen Helfer und Freund auf vier Pfoten ermöglichen...vielen, vielen Dank!!!

Wenn ich könnte, würde ich vor Freude in die Luft springen, Bäume ausreißen...!


Bis bald, liebe Grüße von
Tanja

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Hallo, ich möchte mich vorstellen.

Bewerber Philipp


Mein Name ist Philipp und ich bin 25 Jahre alt.
Mein großer Wunsch wäre als treuer Begleiter ein Assistenzhund.
Jetzt meine Geschichte…
Mitte 2014 hatte ich einen Arbeitsunfall mit der Folge einer Querschnittlähmung. Meine Erst- Reha hatte ich im BUK  Hamburg-Boberg. Ich habe mich inzwischen ganz gut eingelebt, aber festgestellt, dass für mich zu dieser Situation der Verlust fast aller Freunde dazu gehört. Ich bin zwar relativ selbstständig, aber  tausend Dinge erschweren einem täglich  im Rollstuhl  das Leben. Wir waren schon immer eine sehr tierverbundene Familie mit dem Hang zur Natur. Ich wohne mit meiner Familie in unserem Haus in ländlicher Lage mit Platz für Hund, Katz und Maus. Also beste Bedingungen,  dass wir dem Hund ein schönes  zu Hause geben könnten.
Mein Hobby ist unter anderem die Fotographie und das Hand-biken. Leben in der Natur. Bald mache ich auch eine Ausbildung.
Mein Hund. Mein Freund. Mein treuer Begleiter. Mein Sicherheitsgefühl.
Ich verspreche mir als Zugewinn von dem Hund mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und das Wichtigste … einen Freund fürs Leben.

Viele liebe Grüße  Philipp

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Hallo. Ich bin Clara.

Bewerberin Clara


Ich bin 26 Jahre alt und versuche gerade mein Abitur nachzuholen, um da weiterzumachen, wo ich aufhören musste, als mir die Krankheit in den Weg kam.
Damals durfte ich schon parallel zur Schule die Uni besuchen, an Vorlesungen teilnehmen und den Laboralltag kennenlernen. Dadurch weiß ich, was ich später machen möchte - nachdem ich Abitur und Studium doch noch geschafft habe.


Am schlimmsten und einschränkendsten an meiner Behinderung sind für mich die Schmerzen. Schmerzen habe ich eigentlich durchgängig, da eine meiner Erkrankungen das Bindegewebe zu locker wachsen lässt und ich mir deshalb andauernd sämtliche Gelenke blockiere, mich leichter verletze und schneller erschöpft bin. Durch meine Spastik und eingeschränkte Sensibilität kann ich meinen Körper leider auch nicht so gezielt steuern, wie es zur Schonung nötig wäre und beides verschlechtert sich gegenseitig.
Wenn ich die Schmerzen mehr in den Hintergrund drängen könnte, wäre für mich viel gewonnen, denn eigentlich bin ich ein aktiver Mensch und das will ich nicht verlieren.

Tiere haben mir immer sehr viel bedeutet und ich fühle mich in ihrer Gegenwart sicher und zuhause. Wenn ich im überfüllten Zug oder Fahrstuhl am Rande einer Panikattacke stehe und es steigt jemand mit Hund dazu, kann ich mich beruhigen.
Wenn ich bei der Reittherapie bin, vergesse ich während dieser Zeit ein ganzes Stück weit die Schmerzen und meine Muskeln werden lockerer (das Bewerbungsfoto ist dort entstanden).
Und wenn ich morgens vor dem Haus den Nachbarshund treffe, ist der Tagesanfang gerettet, denn: So ein weiches Fell zwischen den Fingern oder eine große Hundenase an der Backe sind für mich ähnlich hilfreich wie Schmerz- und Beruhigungsmittel - nur ohne Nebenwirkungen. Und, mit einem eigenen Hund, auch jederzeit verfügbar: Morgens, mittags, abends, zu, vor oder nach den Mahlzeiten und auch nachts.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen einen Hundefreund, der mir Sicherheit gibt, der sich mit mir zusammen durch das schwierige Vorhaben "Abi + Studium" kämpft, der nicht genervt davon ist, mir an schlechten Tagen auch fünfmal hintereinander etwas aufzuheben, der mir nicht sagt: "Das schaffst Du eh nicht! Tu Dir das doch nicht an." und auch nicht: "Jetzt reiß Dich aber mal zusammen!". Einen Hundefreund, vor dem ich mich nicht schäme, ihn um kleine Hilfen zu bitten, die für mich eine große Hilfe bedeuten können (Gegenstände kurz halten, ausziehen helfen, etwas holen) und der auch nicht gestresst ist, wenn wegen mir mal wieder etwas länger dauert.
Einfach einen Alltagsbegleiter, der mich so nimmt, wie ich bin und dem es genügt, dabei zu sein und liebgehabt zu werden.
Mit einem ausgebildeten Assistenzhund hätte ich trotz Behinderung die Möglichkeit, einen eigenen Hund halten und versorgen zu können.

Ich freue mich, von Apporte e.V. als Bewerberin aufgenommen worden zu sein und bin dankbar für den Einsatz und die Hilfe, mir diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen.
Auch danke ich herzlichst jedem einzelnen Menschen, der mit seiner Spende dazu beitragen will.

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